![]() | 27. Mai 2010 Deutsche in der Schweiz Ein Thema das in der letzten Zeit oft und heiss diskutiert wird. Jeder dreissigste Schweizer ist ein Deutscher Im Jahr 2008 lebten rund 250'000 Einwanderer aus dem nördlichen Nachbarland in der Schweiz. Damit sind die Deutschen – hinter den Italienern – die zweitgrösste Ausländergruppe. Seit Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU (2002) hat sich ihre Zahl fast verdoppelt. Wie lebt ihr als Deutsche in der Schweiz? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit den Leuten. Wo gefällt es euch? Was ist anders als in Deutschland? Wie habt ihr es mit der Sprache? Kannst du schon perfekt "Chochichäschtli" sagen? Ihr Schweizer... habt ihr Angst vor der «Germanisierung»? Oder kommt ihr gut klar damit? Wie ist euer Verhältnis zu den Deutschen? Redet ihr mit den Deutschen hochdeutsch oder schwiizerdüütsch? |
![]() | 27. Mai 2010 Ich bin in Deutschland aufgewachsen und habe dort fast 30 Jahre als Auslandsschweizer gelebt, ohne ein Word Schweizerdeutsch gelernt zu haben (Das hat mein Vater verbockt). Ich kann also irgendwie von beiden Seiten argumentieren. An der Schweiz gefällt mir, dass die Menschen hier so sind wie ich von meinen Eltern erzogen worden bin, vor allem mag ich die Tendenz zum understatement. Auch empfinde ich die Schweiz als internationaler, da man sich der Unwichtigkeit des eigenen Landes bewusst ist, gleichzeitig aber ganz genau weiss, dass man vieles besser macht als anderswo. Auch bin ich ein Freund der direkten Demokratie. Ja, trotz meiner Vergangenheit, und obwohl ich mich über jeden meiner deutschen Bekannten freue die zu uns in die Schweiz ziehen, habe ich auch ein wenig Angst vor der Germanisierung der Schweiz (Schizophren?). Allerdings glaube ich, dass es an uns Schweizern liegt die Zuwanderer zu integrieren, so wie ja auch die Italiener integriert worden sind. Ich glaube aber auch, dass die Deutschen integrationswilliger sind als es die Italiener je waren. |
![]() | 27. Mai 2010 ... also wir ( familie mit zwei kindern) sind vor etwas mehr als 2 jahren von bayern in die schweiz gezogen. der hauptgrund war, dass wir hier wesentlich bessere perspektiven für unsere kinder sehen und vor allem, dass wir "die schnauze voll" hatten von deutschland. am besten gefällt uns hier, dass die leute viel gelassener und ausgeglichener sind, als in deutschland. auch finden wir, dass man hier arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt wie in deutschland. auch die direkte demokratie finden wir super (auch wenn wir kein stimmrecht haben, aber die ganze macht ist somit beim volk und nicht bei ein paar überbezahlten und überschätzten politikern / wirtschaftsbossen) zum thema integration sind wir der meinung, dass es nicht möglich ist, sich als einwanderer zu integrieren, da einem ja der ganze hintergrund bzw. vergangenheit hier fehlt ( wie z.B schulkollegen, freunde aus der kindheit, aus dem sportverein, etc.). wahrscheinlich sollte man es assimilation nennen. bei unsern kindern sieht das natürlich ganz anders aus. da sie mit 4 und 6 jahren hierher kamen. ein hauptproblem sehen wir darin, dass die meisten deutschen in die schweiz kommen, ohne sich vorher über land und leute zu informieren.....sind ja nachbarn, sprechen die gleich sprache, also auch die gleiche kultur.......und das ist der erste riesenfehler. wir haben als erstes gelernt, aufzuhören "typisch deutsch" zu sein und sind bisher sehr sehr gut damit zurechtgekommen. können allen einwanderern aus deutschland nur empfehlen, mal das buch "grüezi gummihälse" zu lesen ( aber nicht ganz ernst nehmen )....hilft etwas, sein denken udn handeln zu ändern FAZIT. wir sind maga happy, diesen schritt getan zu haben und wollen auch nie mehr zurück |
![]() | 27. Mai 2010 Hab absolut kein Problem mit deutschen, vor allem wenn sie gute Leistung in die Schweiz reinbringen. |
![]() | 27. Mai 2010 seit ich beim JC mitglied bin habe ich von deutscher sooo viel gelernt und habe noch viel mehr vor zu lehrnen der land den sie verlasen haben finde ich sehr interesant klar unsere kleine schweiz tete ich nicht verlassen aber trotz allem Deutschland ist ein schöne land mit viele alte kultur die Deutscher die in unsere land gezogen sind haben das irgenwie in sich und diese kultur und diese bildung ist gut spürbar bei mir in die arbeit ist ein prozen satz von ca 50% deutscher sie haben eine zimlich kalte umor und wissen immer sich zu benähmen zuminders die wo ich bis jetzt kengelernt habe was ich als negativ enfinde ist die können eim unter der tisch saufen und sind nicht mal besofen dabei Grrrrrr nein mal ernst ihre feierische art und das zusamen gehörikeit ist grossartig schon das ich ein paar von euch kenne und liebe Yria |
![]() | 27. Mai 2010 Angst vor Deutschen...... NEE, wieso auch. Ich sage, es ist jeder in der Schweiz Willkommen. Der sich auch an unseren Leben Integriert und unsere Bräuche schätz und sie anerkennt. Zudem habe ich selber sehr gute Freunde, die Deutsche sind, und die haben sich voll integriert, auch was die Sprache anbelangt |
![]() | 27. Mai 2010 Angst vor den Deutschen und Angst vor der Germanisierung sind unterschiedliche Dinge. Für mich bedeutet es, dass wir mehr von ihrer Kultur übernehmen wie sie von unserer. Um das zu verhindern, da braucht es nur ein wenig Schweizer Selbstbewusstsein. @darkpain123 am besten gefällt uns hier, dass die leute viel gelassener und ausgeglichener sind, als in deutschland. auch finden wir, dass man hier arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt wie in deutschland. Ich empfinde es als fast Deutscher genauso! |
![]() | 27. Mai 2010 Also... ich bin noch so ziemlich neu in der Schweiz,erst seit Februar bin ich hier und nenne es meine neue heimat. Als deutsche in der schweiz möchte ich nicht das es zu einer Germanisierung kommt.Ich geh ja nicht in ein anderes land um es da genau so zu haben wie in deutschland,dann könnte ich ja gleich dort bleiben. Auch habe hier schon einen freundeskreis,3 leute kenne ich schon fast 5jahre aus dem netz,einer davon ist seit gut einen jahr mein Partner =) Die anderen kamen automatisch dazu,das ist hier nicht so schwer und ich selber bin eine offene person und schliesse gerne neuen kontakt. Hier ist es einfach herzlicher,gut daran muss ich mich natürlich noch gewöhnen,allerdings mache ich das sehr gerne.In deutschland sind die menschen einfach kalt,muss ich schon so sagen.Und die kultur werde ich mir auch an eignen(vllt etwas ungeschickt ausgedrückt,man möge mir verzeihen)aber da ich her gekommen bin und es so gewählt habe,passe ich mich auch an.Ich will hier kein 2tes deutschland haben. Das miteinander hier ist etwas völlig anderes,und gerade das hat mich ja so unterstützt in meiner entscheidung mir hier eine neue heimat auf zu bauen. Jetzt fange ich auch an mir alleine neue kontake zu suchen,also welche die nicht über meinen freund zu mir kommen. Grüße alice |
![]() | 27. Mai 2010 :-) alice.. darf dir mal die schweiz zeigen? |
![]() | 27. Mai 2010 *lach* Also @john1978 dann nur unter richtige gedanken voraussetzungen |
![]() | 27. Mai 2010 da möchte ich auch meinen Senf zugeben Herrlich diese Beiträge zu diesem Thema. ganz toll fand ich von Yria dies: was ich als negativ enfinde ist die können eim unter der tisch saufen und sind nicht mal besofen dabei Grrrrrr Meine spontane Antwort darauf : üben, üben, üben Liebe Yria, da kann ich Dir gerne Nachhilfestunden geben.. -- Ja, ich fühle mich hier auch sehr wohl und hatte auch im letzen Jahr 2009, eine ganz bezaubernde Freundin, die Schweizerin ist. Doch leider hat sie ein Problem mit sich selbst. So sehe ich anhand der Ursachen und Hintergründe bei Ihr, daß hier in der CH doch nicht alles so rosafarben ist. Und das ist soooo menschlich, wie überall in unserem gemeinsamen Kulturkreis. Sei es drum, es war ein superschöner Frühling bis zum Herbst, den ich nicht missen möchte. -- Liebe Schweizerinnen und Schweizer, mit uns könnt Ihr viel anfangen, letztendlich stammen wir dem gleichen Kulturkreis ab. Mit den anderen Kulturbereicherern, die sich nicht anpassen wollen und können sieht es da tatsächlich anders aus. Vivat, crescat, floreat helvetica |
![]() | 27. Mai 2010 na dann... fühlen wir uns auch mal gemüsigt, was dazu zu sagen Wir sind ein schweizerisch-deutsches Ehepaar, d.h. unser er kam ursprünglich wegen der Arbeit her und ist wegen der Liebe geblieben. Ihm gefällt an den Schweizern wie schon oben erwähnt auch das Understatement. Auch gefällt ihm, dass die Schweizer nicht sofort Freund mit jedem sind, sondern erst einmal vorsichtig sind. Wenn man die Schweizer dann aber erst mal "aufgetaut" hat, dann sind sie herzlich und zuvorkommend. So, wie es eigentlich sein sollte |
![]() | 27. Mai 2010 Mein Senf dazu? ... von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet ist das Thema nicht mal ein "Schweizer Thema"! Ich bin urspruenglich aus Vorarlberg und war jahrelang nicht mehr dort. Erst als ich vor 5 Jahren nach Zuerich gezogen bin, bin ich seither auch wieder oefters in Vorarlberg. Dort spuert man die letzten Jahre kaum keinen Unterschied zur Schweiz: in allen Teilen des oeffentlichen Lebens findet man inzw. deutsche Zuwanderer (in Wien uebrigens auch ...). Es scheint also kein speziell schweizerisches Thema zu sein, sondern eher die Frage aufzuwerfen, ob die Deutschen ihr eigenes Land wirklich so satt haben ... die ganzen Auswanderer-TV-Formate lassen das ja vermuten. Suma sumarum ist's kein Nachteil. Genauso wenig, wie es ein Nachteil war, dass davor viele Italiener zugewandert kamen. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch anderswo ... PS: Manchmal kanns auch ganz lustig sein ... z.B. wurden bei meinem Ex-Arbeitgeber jeweils sehr schnell unsere indischen "Leihsklaven" mit in die Meetings eingeladen, damit so das Hochdeutsch-Gebot des deutschen Chefs umgangen werden konnte. Meetingsprache war dann Englisch anstatt Hochdeutsch. Das war den schweizer Kollegen allemal lieber, wenn sie schon auf ihre geliebte Mundart verzichten mussten. |
![]() | 27. Mai 2010 Ich bin seit 20 Jahren mit einer Deutschen verheiratet und denke, darf da objektiv meine Meinung dazu abgeben. Eins vorne weg, Dummheit, Arroganz und andere Negativ-Eigenschaften sind nicht vom Pass oder der Nationalität abhängig! Solche Menschen gibt es leider überall... Leider hab ich auch schon Erfahrungen mit dem "typisch Deutschen" machen müssen, Menschen, die die bekannten Vorurteile von Schweizern gegenüber Deutschen mehr als nur deutlich zeigen mussten. Wobei diese definitiv in die Kategorie fallen, welche ich im vorangegangenen Absatz erläutert hatte. Es gibt aber mindestens genau soviel Kontakte mit Schweizern, welche ebenfalls die typischen Vorurteile gegen Schweizer mehr als deutlich verkörpern. Deutsche, welche die Schnauze voll haben von Deutschland, und lieber in der Schweiz leben möchten, kann ich bestens verstehen. Aus meinem Deutschen Bekanntenkreis höre ich diese Unzufriedenheit mit D immer mehr und deutlicher. Und wie meine Vorredner schon ausgeführt hatten, ist es ein Unterschied zw. Deutscher Einwanderung und Germanisierung. Während ersteres überhaupt kein Thema ist, würde ich eine Germanisierung der Schweiz als schlecht empfinden und wohl sicherlich auch nicht im Interesse der Deutschen liegen, die in die Schweiz kommen. Sind es eben genau jene nicht germanischen Eigenschaften, welche viele hier her zieht? Nur so nebenbei, den typisch Deutschen gibts wohl nicht, zumindest nicht so, wie die Schweizer das ab und an sehen wollen. Die Unterschiede zw. München und Flensburg sind meiner Meinung und Erfahrung nach einiges grösser als bspw. zw. der Schweiz und Bayern, oder BaWü. Und wenn ich gelegentlich Süddeutsche über den Norden oder den Osten schimpfen höre, sind die Schweizer Kommentare schon fast als harmlos zu bezeichnen. Wobei, sind wir Schweizer da besser? Die Basler über die Zürcher, die Zürcher über die Berner usw. usf. Sicherlich haben wir identische Kulturwurzeln, doch unterscheiden sich Deutsche und Schweizer doch in einigen Aspekten erheblich. Dazu gehöre ich auch zu den Vertretern, welche Dialekt als Teil und Ausdruck der Kultur sehen. Ich spreche beides fliessen.... Nicht, dass ich erwarte, dass ein Deutscher Dialekt lernt, aber verstehen würde schon helfen. Ich kann ja auch nicht nach USA gehen und dann verlangen, dass alle Hochdeutsch mit mir sprechen, oder? Mit Forderungen dass im allgemeinen Raum nur noch Hoch- bzw. Schriftdeutsch gesprochen wird, bekunde ich doch Mühe. Da halte ich es doch lieber mit dem Slogan unserer schwäbischen Nachbarn: Wir könnet alles, ausser Hochdeutsch! Man darf eins nicht vergessen, für viele Schweizer, insb. Ältere ist Hochdeutsch bis zu einem gewissen Teil, auch eine Fremdsprache, so blöd als es sich im ersten Moment anhört. Aber eine Logopädin hat mir ausgeführt, dass ein Kind (wie mein Sohn), welches sowohl mit Hochdeutsch wie auch Dialekt aufwächst, als zweisprachig gilt. Was heute in den Schulen passiert mit dem hochdeutschen als Unterrichtssprache, wird sich erst in ein paar Jahren so niederschlagen, dass ein Schweizer sich ungezwungen auch in Hochdeutsch unterhalten kann/wird. Oder weshalb sind die meisten Interviews im Fernsehen in Dialekt? Mein Fazit: Deutsche, nehmt ein Gang zurück und spitz die Ohren für's Dialekt, und Schweizer, ab und an mal ein paar Sätze Hochdeutsch lässt Euch sicher keinen Zacken aus der Krone fallen. Mit ein bisschen Toleranz und gegenseitigem Verständnis wird das schon klappen! Und immer schön differenzieren, ob es sich bei Negativ-Erfahrungen um die Auswirkungen von einer Einzelperson handelt, oder ob es sich um den typisch Deutschen, welchen es ja nur bedingt wirklich gibt, handelt. Mir sind die Menschen am liebsten, die andere respektieren und mit einem gesunden Mass an Toleranz agieren, egal welcher Herkunft sie schlussendlich sind! Apropos, nur so nebenbei erwähnt: Die Schweiz ist nur das 5t begehrteste Auswanderungsziel der Deutschen! Und gemäss den aktuellsten Resultaten vom SECO, hat die Freizügigkeit im Personenverkehr den Schweizer so gut wie keine Jobs weg genommen. Auch wenn dies aus gewissen Kreisen immer wieder mal gerne verkündet wird. In diesem Sinne... seid lieb miteinander... und Menschen die die Erotik verbindet, sollte sowieso eine Sprache immer vertraut sein... Bodylanguage... Grüässli Nyli |
![]() | 28. Mai 2010 Die Schweiz reizt :-)) Ein nettes Hallo aus "Elbflorenz" von uns beiden. Es reizt schon ungemein mit dem Gedanken befasst zu sein in dieses herrliche Land überzusiedeln. Uns verbinden bisher mehr geschäftliche Beziehungen mit der Schweiz, neben dem Joyclub natürlich. Dazu hätte man zudem noch die Qual der Wahl, in welchen Kanton sollte es denn gehen. Mal schauen wie sich das alles noch für uns entwickelt. Es grüssen herzlichst Simone und Jürgen. |















