![]() | 01. Oktober 2010 wie geht ihr mit eurer weiblichkeit um? ich bin grad an meiner diplomarbeit, (sexualität in der kunsttherapie) und stelle mir grad die frage, wie bewusst oder unbewusst lebt ihr eure weiblichkeit? wir wissen alle, das wir beide seiten in uns tragen. doch manchmal darf, soll oder kann die weibliche seite gar nicht zum tragen kommen. vielleicht ist man zu sehr an seine mutter erinnert, oder man ist ganz mann, hart im nehmen und dann stört so was nur... ist mal ne etwas philosophische frage an euch alle, einfach in den raum gestellt. da wir hier so wunderbar gemischt sind, finde ich das mal ganz interessant, was ihr so zur weiblichkeit zu sagen habt. *lach ps witze wie: ich bin für frauenbewegung,, hauptsache schön rytmisch fände ich jetzt knapp am thema vorbei,, grins ihr könnt mir ja auch per cm schreiben, wenn ihr etwas sagen wollt, aber es zu intim fändet... viel spass beim philosopieren bei wie gehe ich mit meiner weiblichkeit um..... oder was ist denn weiblichkeit überhaupt für mich.... einen schönen abend euer schokozwerg |
![]() | 01. Oktober 2010 .. ich nehm mal an das du hier die männer ansprichst ? |
![]() | 01. Oktober 2010 Simpel Sie ist Teil meines Seins. Also integriert in mich, meinen Charakter und mein Verhalten. Ich sehe sie nicht als selbständigen Teil, sondern als integraler Bestandteil. Ich kann mich nicht im Außen trennen, warum sollte ich das innerlich tun? Z. |
![]() | 01. Oktober 2010 nene eigentlich alle, sry wenn es so männerspezifisch formuliert rüber kommt .... da wir hier so wunderbar gemischt sind, dachte, das sei klar genug.... gerne beiderlei geschlechtes, wenn ihr mögt grüssli der schokozwerg |
![]() | 01. Oktober 2010 wie geht Ihr mit eurer weiblichkeit um! Hallo schockozwerg, die frage die Du stellst, sollte in meinen Augen gar nicht mehr gestellt werden! Die Frau in meinen Augen hat viel mehr in sich als was man sich vorstellen kann. Sie fühlt und spührt viel intensiver und weiss wie Sie mit solchen gedanken umgehen muss, was nicht jeder Mann kann. Lg rici48 |
![]() | 01. Oktober 2010 lieber rici es geht eben mal nicht um die frau vor deinen augen, sondern um die frau (oder eben der weiblichkeit) in dir selbst :-). sprich, bei dir wäre es sowas wie intensives fühlen und ein gedankliches umgehen mit diesen gefühlen? meinst du es so? grüssle schokozwerg |
![]() | 01. Oktober 2010 meine (männlichen) gedanken ich bin ein mensch der sich nie sonderlich über das geschlecht definiert hat. natürlich war ich immer ein männliches wesen, dies war mir immer klar. und äusserlich gibt es ja gewisse markante unterschiede. aber ansonsten war und bin ich mensch.. in dem sinne lebe ich nicht bewusst meine männlichkeit oder weiblichkeit aus. in der kindheit und besonders in der phase der adoleszenz begegnet man(n) ständig bildern und projektionen von geschlechtsidentitäten. diese speichert man/frau.. und vergleicht sie mit seinen eigenen realitäten & inneren gefühlswelten. in einem zeitalter der emanzipation gross geworden.. wurde man(n) sicherlich sensiblilisiert auf begrifflichkeiten und wertigkeiten, wie "der neue/sensible mann", softies/machos.. etc. und dies wirkte mit in der geschlechts- , bzw. selbstfindung.. im besonderen aber auch in der auseinandersetzung mit dem anderen geschlecht.. und mit projizierten idealbildern, die auf dem "geschlechtermarkt" gefragt schienen. ich denke nicht, dass ich jemals versucht habe einem dieser bilder zu entsprechen.. es war mehr ein beobachten und einleben in die sexualisierte (erwachsenen)welt.. und in dem sinne eher eine indirekte methode der selbstreflexion. mit der reifung der persönlichkeit.. der lebensfindung.. und einer ständigen auseinandersetzung mit der umwelt und des selbst.. wird man(n) sich vielleicht bewusster über innere strukturen.. über mechanismen des selbst.. über empfindungswelten.. und mögliche tranformationen des ich. auch heute noch.. bin ich ganz klar geschlechtlich ein mann.. und ansonsten ein mensch. für mich ist und war es immer klar, dass ein mensch in sich "weiche" und "kräftige", denklastige und gefühlslastige seiten vereint. ich habe immer alle diese seiten in mir gefühlt.. und jede von ihnen akzeptiert.. so weit diese zur jeweiligen zeit für mich überhaupt rational fassbar waren. aber ich habe nie bewusst eine seite mehr oder weniger ausgelebt. da für mich das geschlecht ein wesensmerkmal meines körpers ist.. ist weiblichkeit keine wirkliche begrifflichkeit für dieses selbst. und doch beinhaltet meine innerlichkeit und meine seele natürlich beiderlei prinzipien. und ich denke, das ich, selbstreflektierend, als mensch, bereits in in der adoleszenz.. und stetig stärker.. mich immer mehr von explizit "männlichen wertigkeiten" löse. ich vereine sowohl eine starke rationale seite wie auch eine extrem gefühlsgesteuerte seite in mir. wichtig sind mir beide.. sie befinden sich in einem ständigen dialog miteinander.. keine obsiegt. und doch, von einem idealistischen blickpunkt.. und in meinem urvertrauen, stehe ich ganz klar auf der zweiten seite. für mich ist und war meine "weibliche seite" immer etwas natürliches. heute weiss ich um ihre wertigkeit, die mich in meiner männlichkeit nur verstärken kann. |
![]() | 01. Oktober 2010 wie geht Ihr mit eurer weiblichkeit um! ja meine ich so, also du meinst die Gedanken die ich in mir habe? rici |
![]() | 01. Oktober 2010 Ich glaube dee hat das sehr gut beschrieben. rici |
![]() | 03. Oktober 2010 ich für meinen teil bin der meinung dass wir sicherlich beides in uns tragen. schliesslich entwicklen wir uns als föten erstmals andersweitig als rein geschlechtlich. mit den sexualorganen und der rolle des mannes der nicht selber dass kind austrägt sondern eine frau dazu haben muss entwickelt sich dann aber bereits in der kindheit in form von kindlicher sexualität einer geschlechterrolle. diese wird natürlich zusätzlich durch schematas der sozialistation ausgeschmückt. spannend ist aber dass beispielsweise stöckelschuhe wohl auch eine rationelle seite haben. so implizieren sie einerseits eine abhänigkeit, sprich im offenen oder schwierigen gelände kann mann frau helfen, bzw frau kann sich von mann unterstützen lassen, was wiederum auch eine referenz auf die unterstützung bei schwangerschaft und erziehung sein kann. anderseits betont der gang in stöckelschuhen den anderen schwerpunkt des spezifisch weiblichen körpers welcher eher auch tragen einer schwangerschaft ausgerichtet ist als zb der männliche welcher auf kraft zum "nestbau" ausgelegt ist. also anziehend ist für den mann weil es weiblichkeit ausdrückt. ich selbst habe natürlich mich auch oder immer noch mit ein interesse entwickelt welches meine weiblichen seiten die ich in mir trage immer wieder zur refektion aktiviert und mir die fähikeit zu einer optimierteren verständigung mit den weiblichen menschen geben kann. als kind habe ich soweit ich mich erinnern kann auch bereits mit diesem aspekt gespielt in form von zb verkleiden als frau. es gab eine zeit wo ich mich sehr beeinflussen lies vom modetrend des motos wir männer müssen weiblicher werden. davon bin ich wieder mehr und mehr abgekommen. dies nebst theoretischen überlegungen des weiteren durch die wahrnehmung dass ich mich sonst zu sehr verluegne sowie der feststellung phenomenologisch gesehen dass ich bei flirten mehr erfolg habe wenn ich mich auch männlich ausdrücke (trifft besonders zu wenn frau gerade in ihren "heissen" tagen ist). zur allgemeinen vertändigung allerdings welche in einer partnerschaft wichtig sind wos nicht mehr nur um den sex geht ist es wiederum ein guter wert wenn man sich dank dem erkennen seiner weiblichkeit somit auch besser mit der partnerin verständigen kann. aber metrosexuelles verhalten empfinde ich an mir als nicht authentisch und ich fühle mich dabei unwohl. aktuell empfinde ich dass in der geselschaft nach einer zeit wo sicherlich das männliche überbewertet wurde nun in der popkultur das weibliche über ein gesundes gleichgewicht hinweg überbewertet wird. ich hoffe dass dir mein statement nützlich sein kann |
![]() | 03. Oktober 2010 ja das ist ja alles wunderbar danke euch allen aber vielleicht habe ich den fehler gemacht, meine olle arbeit zu erwähnen. weil ich mich halt grad mit dem thema beschäftige und meine umwelt mit fragen nervte... grinsssss es geht hier in dem threat gar nicht darum, das es mir hilft oder einfliesst in meinen text,,, ich wollte einfach mal eine kleine philosophische runde machen, wie wir alle weiblichkeit sehen, spüren und leben. als mann wie auch als frau... für mich ist weiblichkeit etwas warmes, helfendes, weiches, rosa und rot farbendes, hat scharm und scham, fürsorglich, gefühlvoll.... wenn ich dann ganz dolle in meinem ego bin, und ich bin ja eine frau, dann stelle ich fest, das ich diese attribute weniger auf mich "anwenden " kann,,, und merke, wie ich meine weiblichkeit in frage stelle, oder anzweifel,,, ein kleiner gefühlsauszug von schokozwerg |
![]() | 05. Oktober 2010 gar nicht so einfach. Es ist so normal weiblich zu sein... für mich. Bin ohne Vater mit Mutter und zwei Schwestern aufgewachsen, also weiblich zu sein, ist so selbstverständlich. Seit ich eine Tochter habe, die grad das Tor zur Teeny-Hölle betreten hat, setze ich mich aber viel mehr mit Weiblichkeit auseinander. Erkenne ich mich doch selber wieder. Erkenne erst heute, wie ich selber in diesem Alter auf meine Mutter gewirkt haben muss. für mich ist weiblichkeit etwas warmes, helfendes, weiches, rosa und rot farbendes, hat scharm und scham, fürsorglich, gefühlvoll ja das stimmt. allerdings sind das alles Attribute die auch auf einen Mann zutreffen (können) Aber nicht jede Frau zeichnet sich durch Wärme und Fürsorglichkeit aus. Nicht jede Frau ist mütterlich. Nicht jede Mutter ist weiblich vom Charakter her. So manch herrisches Weib hat ihren Kindern das Leben emotional zur Hölle gemacht, durch Härte und Gefühllosigkeit. wenn ich dann ganz dolle in meinem ego bin, und ich bin ja eine frau, dann stelle ich fest, das ich diese attribute weniger auf mich "anwenden " kann,,, und merke, wie ich meine weiblichkeit in frage stelle, oder anzweifel,,, warum stellst du deine Weiblichkeit in Frage? Weil du Momente hast (??) wo du keine Lust hast sozial zu sein?.... fürsorglich, kümmernd, tröstend, helfend? ist denn unweiblich, wenn man einfach nur Mensch ist? launisch sein, zickig, rechthaberisch, hysterisch, melancholisch, überdreht sein, kindisch und ernst sind doch alles menschliche, ja weibliche Dinge. ich denke, wir Frauen beinhalten doch alles. Wir stehen im Alltag unseren Mann.... bauen Ikea Möbel selber zusammen, fummeln das verstopfte Abflussrohr auseinander, ackern im Garten, streichen die Zimmer um.... während wir gleichzeitig Guetzli backen, die Wohnung hübsch dekorieren, Plaster auf Wunden kleben, zuhören, Geborgenheit geben, wärmen, für schöne harmonische Atmosphären sorgen.... während wir gleichzeitig auch fordernd sind und verlangend, mäkelnd und nörgelnd, zickig und ungeduldig.... während wir gleichzeitig in Schmuselaune sind, kuscheln wollen, Nähe suchen und Zärtlichkeit, ein kleines Mäuschen sein wollen, sich geborgen fühlen ... während wir gleichzeitig Vamp sein wollen, verrucht und versaut, scharf und unendlich betörend, sexuelles ausprobieren wollen, alles bisher verpasste nachholen wollen... während wir gleichzeitig raffiniert und clever sind, weil wir bekommen wollen, was wir uns wünschen und alles daran setzen, damit wir erreichen was wir uns vorgenommen haben... während wir gleichzeitig jammern und heulen, uns nicht schön genug fühlen, zuviel Geld für Cellulite Cremes und Kleider die wir nie anziehen werden,ausgeben, unzufrieden mit allem möglichen an einem selber sind Ich bin gerne eine Frau, lebe meine Weiblichkeit auch voll aus.... nur schon deshalb, weil ich, wäre ich ein Mann, dann die Frauen verstehen müsste... und das kann man glaub nur, wenn man selber FRAU ist |
![]() | 05. Oktober 2010 Justy... das hast Du echt schön geschrieben!!! |
![]() | 06. Oktober 2010 weiblichkeit die welt ist allgemein zu wenig weiblich, und das meine ich nicht sexistisch! |
![]() | 06. Oktober 2010 nun, du wärst wohl sexistisch gegenüber deinem eigenen geschlecht. doch was genau beinhaltet diese (fehlende) weiblichkeit (der welt) für dich? und warum können "wir männlichen machttiere" diese nicht selbst erkennen.. denken.. fühlen.. umsetzen? was benötigt es/wir hierzu? hat sich unsere patriarchal erschaffene welt nicht schon längst verselbständigt.. und gegen uns gewendet? doch welche neuen ansätze gibt es? treten frauen bisher nicht ebenfalls nur in den gleichen fusstritten? traut ihr frauen den weiblichen werten mehr? und traut ihr ihnen/euch eine revolution der gesellschaftsform, der verständigung.. der wirtschaft- & des leistungssystems zu? auch für mich ist die zukunft "gemeinsam weiblich". |















